Wir können es uns noch nicht
wirklich vorstellen, wie es ohne sie gehen soll, aber es ist so:
Astrid Jahn, unsere Gemeindesekretärin, und Pia Troiza, unsere Küsterin in Selm, gehen in Ruhestand; vorausgegangen ist ihnen im vergangenen Sommer schon unsere Borker Küsterin Heidi Heppner, die uns durch ihre verbleibende Minijob-Tätigkeit im Ruhestand einen langsamen Übergang ermöglichte.
Jetzt geht eine lange Ära zu Ende:
Pia Troiza ist seit dem 15. April 2005 im Rahmen einer halben Stelle als Küsterin in unserer Gemeinde, vorrangig im Gemeindeteil Selm, beschäftigt. Heidi Heppner war seit dem 1. November 2006 als Küsterin, vor allem im Gemeindeteil Bork, auch im Rahmen einer halben Stelle tätig.
Astrid Jahn ist seit dem 1. Juni 2009 unsere Gemeindesekretärin; davor schon war sie als Presbyterin mit der Gemeindeleitung vertraut.
Bei all diesen großen Veränderungen freuen wir uns umso mehr, dass Sonja Weiberg in ihrer Tätigkeit verbleibt. Unsere Jugendreferentin arbeitet in diesem Mai bereits seit 30 Jahren in der Gemeinde.
Allen Vieren ist in ihren jeweiligen Tätigkeiten gemeinsam, dass sie diese mit ganzem Herzen und viel Sachverstand ausfüllen – sie sind in ganz besonderer Weise unserer Gemeinde verbunden und das spürt man ihnen durch ihren Einsatz – oft über das übliche Maß hinaus – ab.
Vier Fragen habe ich ihnen im gemeinsamen Gespräch gestellt:
- Wie war der erste Arbeitstag in unserer Gemeinde?
Heidi Heppner kam mit dem ersten Arbeitstag in den kirchlichen Räumen in Bork „nach Hause“, denn schon ihre Mutter war als Borker Küsterin lange tätig gewesen und die Arbeit und die Menschen waren vertraut.
Auch Astrid Jahn kannte viele Tätigkeiten schon aus ihren jahrelangen ehrenamtlichen Vertretungszeiten im Gemeindebüro in den Urlauben der vorherigen Sekretärin und aus ihrer Erfahrung im Presbyterium.
Pia Troiza erzählt davon, dass der erste Arbeitstag eigentlich gar nicht der erste war, denn sie hatte sich ehrenamtlich schon 2 Monate vorher eingearbeitet, so dass sich das Gewöhnen an das neue Küsterinnen-Gesicht in Selm einstellen konnte.
Sonja Weiberg ist die besondere Schwierigkeit des ersten Tages durch das Verstehen des schnellen Sprechens, des „Selmer Slangs“ der Jugendlichen in der offenen Arbeit in Erinnerung – der durch ihre langjährige Tätigkeit in unseren Räumen schon lange nicht mehr gesprochen wird.
2.Was war bisher das schönste Erlebnis in der Gemeindearbeit?
Sonja Weiberg ist ein gemeinsamer Mitarbeiter:innenausflug zu einem Konzert der „Toten Hosen“ als Highlight vor Augen, der von den damaligen Pfarrern angestoßen wurden.
Astrid Jahn erzählt von den guten Jahren der Gemeindearbeit als noch vier/drei Pfarrstellen besetzt waren, und vieles möglich war in guter Absprache miteinander. Auch Pia Troiza und Heidi Heppner erzählen von diesen mit gutem Gemeindeleben angefüllten Jahren, mit vielen Veranstaltungen von Menschen unterschiedlichster Generationen in den Gemeindezentren. Pia Troiza sind besonders die von ihr ehrenamtlich geleiteten Seniorennachmittage vor Augen, ein voller großer Saal und an Karneval Programmgestaltung und Kostümierung gemeinsam mit Heidi Heppner.
3.Was wird vermisst werden?
Das vertrauensvolle Verhältnis in der Mitarbeiterschaft werden sie vermissen – sagen Heidi Heppner, Pia Troiza und Astrid Jahn gemeinsam, zu der auch unsere Reinigungskraft in Selm Katharina Weitzel gehört, die un,s wie Sonja Weiberg, hoffentlich noch lange erhalten bleibt. Sonja Weiberg formuliert es so: Man habe immer gemerkt, dass sie als Mitarbeitende gemeinsam auf dem Weg waren, „so dass man sich nicht so einsam fühlte in der Verantwortung für die Gemeindearbeit“. Zuhause fühlen sich alle in ihrer Arbeit. Alle vier wünschen sich, dass es ein wenig wieder so wird wie in den „guten Zeiten“, als viele Menschen das Gemeindeschiff freiwillig und gern getragen haben. Sie nehmen wahr, dass sich die Attraktivität von Kirche verändert hat – gesellschaftlich und auch in Selm und Bork.
4.Was sind die Wünsche für die Zukunft?
Alle vier erzählen viel von den gemeindlichen Kontakten, die ihnen wichtig waren in der langen Zeit der Arbeit. Sie erzählen von positiven Rückmeldungen und Dankbarkeit, von guten menschlichen Begegnungen. Sie wünschen sich, dass viele unterschiedliche Menschen in unseren gemeindlichen Räumen zuhause sein können.
Dass gute Begegnungen und Erfahrungen andauern in der gemeindlichen Arbeit wünscht sich Sonja Weiberg, und dass sich die Gemeinde zukunftsfähig aufstellt; dass unsere Gemeinde ein friedlicher Ort für Kinder und Jugendliche ist, wo sie ein Zuhause und Anerkennung finden.
Mit Beginn des Ruhestandes mehr Zeit und Ruhe für die Familie und für sich selbst wünschen sich Pia Troiza und Astrid Jahn. Es gibt den Wunsch, dass der Termindruck und der Druck der Verantwortung abfallen mit der neuen Zeit ohne die Verpflichtungen des Berufes. An dieser Stelle geht ausdrücklich Dank an Franz Heppner, Peter Troiza und Torsten Jahn, die oft ehrenamtlich mit im Dienst der Gemeinde waren.
Heidi Heppner hat im Rahmen ihrer geringfügigen Beschäftigung in der Gemeinde im Ruhestand eine gute Form gefunden, sich weiterhin einzubringen bei höherem Freiraum. Wir sind dankbar dafür.
Dankbar sind wir Astrid Jahn, Heidi Heppner, Pia Troiza und Sonja Weiberg für alle eingebrachte Liebe, Energie und Umsicht in den vielen Jahren und wünschen ihnen auf ihren Wegen, die kommen – privat und gemeindlich – Gottes Segen!
Pfarrerin Katrin Hirschberg-Sonnemann
Wir laden herzlich ein zum Gottesdienst zur Verabschiedung von Astrid Jahn und Pia Troiza
am: 27. April 2025 um 11.00 Uhr in der Ev. Kirche am Markt , Selm
(mit anschließendem Zusammensein)
Wir laden herzlich ein zum Gottesdienst zur Verabschiedung von Heidi Heppner
am: 25. Mai 2025 um 11.00 Uhr in der St. Trinitatis Kirche, Bork
(mit anschließendem Zusammensein)